Start.Stop.Motion – der Stop Motion Podcast
Folge 12 – mit Jörg Herrmann
Direkt in der Ausstellung des Silhouetten-Filmemachers
Ui ui ui, das war aufregend!
Mit meinem Stop Motion Podcast war ich vor Ort zu Gast – in den Technischen Sammlungen Dresden, wo aktuell eine Ausstellung über den Silhouetten-Filmemacher Jörg Herrmann zu bestaunen ist.
Podcast-Aufzeichnung
In den Technischen Sammlungen Dresden
Jörg Herrmann erzählt, wie er nach seiner Tischlerlehre zum Filmemachen bei den DEFA Trickfilmstudios in Dresden kam, wie eine zufällige Fügung ihn zum Silhouettenfilm mit Bruno J. Böttge geführt hat. Und, wie er sich noch zu DDR-Zeiten selbständig machte und erste Aufträge realisierte.
Natürlich plaudern wir auch über die Faszination von Animation und seine Liebe zum Silhouettentrick – als besondere Form von Stop Motion.
Obwohl – eigentlich ist das ja kein Stop Motion im ganz ursprünglichen Sinne, denn vielleicht muss ich nach dem Gespräch mit Jörg Herrmann nochmal über den Namen meines Podcasts nachdenken 😉 Warum erfahrt Ihr in der Folge.
Ausstellungs-Rundgang
Die Ausstellung „Der Rumgeher – Jörg Herrmann“ ist noch bis Anfang November 2026 in den Technischen Sammlungen in Dresden zu sehen.
Unbedingt anschauen!
Hier gibt’s mehr Infos: https://tsd.de/programm/ausstellungen/der-rumgeher-joerg-herrmann
Podcast hier anschauen
Mehr über Jörg Herrmanns Arbeit
Beim mediahaus Kreischa
Spannend
Jörg Herrmann hat mit seinem Film „Der siebente Rabe“ (2011) einen Meilenstein in der deutschen Trickfilmlandschaft gesetzt, denn mit 72 Minuten ist der Film der längste manuell animierte Scherenschnittfilm.
(Er steht nicht im Guinessbuch, wie ich im Podcast gesagt hatte).
Was ist überhaupt Silhouetten-Film?
Die Figuren werden auf einer flachen Glasscheibe Bild für Bild animiert. Dahinter befindet sich eine Lichtquelle, z.B. ein Leuchtkasten, der die Figuren von unten beleuchtet. Die Kamera schaut von oben auf die Szenerie. So entstehen Silhouetten, die ans Schattentheater erinnern.
Mit mehreren Glasplatten übereinander (Multiplane) können verschiedene Ebenen einzeln animiert werden (z.B. der Vorder-, Mittel- & Hintergrund) – auf diese Weise wird mehr Tiefenwirkung erzeugt.
Die Körperteile der Figuren sind meist mit Draht oder Klammern verbunden, sodass sie zusammenhängend animiert werden können.
Pionierin dieser Filmtechnik war Lotte Reiniger, die 1926 mit dem Film „Die Abenteuer des Prinzen Achmed“ den ersten Langspielfilm in Silhouetten-Technik in die Kinos brachte – das war ein bis dahin völlig unbekanntes Erlebnis für die Zuschauer.
Auch in den DEFA-Trickfilmstudios gab es eine sehr lange Tradition der Silhouetten-Filme, darunter diverse Märchen von Bruno J. Böttge sowie die Abendgruß-Folgen des Sandmännchens von Jörg Herrmann.
Er hat diese Technik auch nach dem Ende der DDR – und damit dem der DEFA-Studios – weiter gepflegt, u.a. im Film „Der siebente Rabe“, der die Krabat-Sage neu erzählt.























